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Falschmeldungen

Seit den Anfängen des Internet existieren sie in Massen. Und inzwischen habe ich die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass es jemals enden wird...

Falschmeldungen, sogenannte "Hoax" oder im Plural "Hoaxes".
Laut Wikipedia ist das Wort selbst schon seit 1796 bekannt. Die Herkunft ist unklar, und doch ist man der Ansicht, dass es sich wohl vom "Hokus Pokus" ableitet.

Natürlich gab es schon vor dem Internet die Zeitungsenten und Urbane Legenden. Seit die Verbreitung von Nachrichten jedoch praktisch kostenlos ist, scheuen sich kaum noch Menschen Warnungen und unglaubliche Geschichten an jeden weiterzuleiten, den sie in ihrem Adressbuch finden - wohlgemerkt ohne einen einzigen Gedanken an die Glaubwüridigkeit des Inhaltes zu verschenken...

Das hierbei echter Schaden entsteht, mag man zunächst mal gar nicht glauben. Wenn "nur" Privatleute involviert wären, wäre der Schaden im Sinne von Speicherplatzverlust und Bandbreitennutzung in Zeiten von Terabyte-Festplatten und ADSL auch absolut marginal. Sieht man sich das Ganze aber mal von gewerblicher Seite an, stehen durch Bindung von Arbeitszeit echte Zahlen im Raum mit denen sich einige Mitarbeiter in Lohn und Brot bringen ließen...

Eine solche Kalkulation erspare ich mir an dieser Stelle, nachdem Howard Fuhs diese Thematik bereits vor über 10 Jahren ausführlich und leicht verständlich aufgearbeitet hat. Seinen Vortrag über ein mögliches Hoax-Schadenszenario findet Ihr auf den Seiten der VHM. An der aufgestellten Kalkulation hat sich bis heute nichts geändert: wenn eine Firma mit vielen Mitarbeitern eine Hoax-Mail bekommt, verliert diese richtig viel Geld.

Wie erkenne ich einen Hoax?

Das ist nicht so leicht - sonst gäbe es längst Programme und Scripts die diese Mails filtern und in den SPAM-Ordner ablegen würden (nur so für den Fall...). Als Faustregel gilt aber, dass diese Emails gewöhnlich in diese Richtung zielen:

  • Warnung vor einem gefährlichen Computervirus mit unglaublicher Zerstörungskraft
  • Warnung vor einem Attentat, verheimlichter Lebensmittel- oder Produkterpressung
  • Eine unglaubliche Geschichte (z.B. XY verschenkt Geld / Sachwerte wenn Du die Email an mindestens X Menschen weiterleitest)
  • ein Kind / junges Mädchen braucht dringend Hilfe (Leukämie, Spenden, etc.)
  • ... denk Dir was aus ...

Die Absender spielen mit Deinen Gefühlen: Angst, Gier, Mitleid. Das genügt scheinbar um Menschen davon abzuhalten die Informationen selbst zu prüfen bevor sie diese in die weite Welt schicken.
Oft ist in diesen Emails auch von einem angeblichen offiziellen Absender die Rede: der Bundesnachrichtendienst, das Bundeskriminalamt, Microsoft, Antivirensoftware-Hersteller, etc., etc. Auch dies dient nur dem Empfänger glauben zu machen, dass alle Informationen geprüft und aus erster Hand seien. Dummerweise je länger die Kopfzeilen sind, je mehr Empfänger die Email bereits weitergeleitet haben, desto eher wird sie noch weiter versandt.

Am einfachsten erkennst Du einen Hoax, indem Du die Schlüsselwörter aus dem Text bei Google (oder einer anderen Suchmaschine Deines Vertrauens) eingibst. Die meisten Hoax sind schon sehr alt. Selbst ein Nagelneuer trifft Dich vermutlich nicht als allerersten im Internet.
Wenn Du unsicher bist, schaue mal auf die Seiten der TU Berlin. Dort stellt Frank Ziemann einen Hoax-Info Service der vermutlich auch schon alles gesehen hat...

Wie verhalte ich mich, wenn ich einen Hoax erhalten habe?

Auch wenn es weh tut - tu nichts. Lösche die Email, SMS, Instant-Messenger Nachricht, etc. was auch immer Du bekommen hast und vergiß, dass Du sie erhalten hast. Erspare Dir selbst und Deinen Mitmenschen die wertvolle Zeit und nutze sie lieber für etwas schönes!

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